Amerikanisch-Samoa spielte zum ersten Mal außerhalb Ozeaniens
Die Spiele in Puerto Rico stellten das Team vor neue Herausforderungen
Die Förderung durch das FIFA-Forward-Programm unterstützt die Entwicklung des Fussballs im eigenen Land
Die Nationalmannschaft von Amerikanisch-Samoa hatte seit der Gründung ihres Verbandes vor 42 Jahren noch nie außerhalb Ozeaniens gespielt. Doch obwohl ihre beiden Spiele im Rahmen der FIFA Series™ in Puerto Rico mit einer Niederlage endeten, werteten sie die gewonnenen Erfahrungen als unschätzbar.
Die FIFA Series™ bietet Ländern die Möglichkeit, in Miniturnieren gegen Mannschaften von außerhalb ihrer Konföderation anzutreten. Dadurch erlangen sie mehr internationale Aufmerksamkeit und erhalten die Gelegenheit, von verschiedenen Spielstilen zu lernen.
Bei ihrem FIFA-Series-Turnier traf Amerikanisch-Samoa auf Guam und die Amerikanischen Jungferninseln. Nationaltrainer Diego Gómez hob die Vorteile dieser Begegnungen für die Entwicklung der Mannschaft hervor.
„Für uns ist das eine sehr wichtige Gelegenheit, uns weiterzuentwickeln, Erfahrungen zu sammeln und unseren Kader besser kennenzulernen. Zudem können wir länger mit ihm trainieren“, sagte er. „Wir haben uns zehn Tage lang in Orlando auf dieses Turnier eingestimmt und waren acht Tagen hier in Puerto Rico, um uns auf die FIFA-Series vorzubereiten.
Hierherkommen zu können, gegen die Jungferninseln aus der Concacaf und gegen Guam aus Asien zu spielen, ist meiner Meinung nach eine Gelegenheit, gegen Mannschaften aus anderen Ländern mit einer anderen Fussballkultur anzutreten. Das ist eine größere Herausforderung für die Nationalmannschaft“, fügte der Spanier hinzu.
Mannschaftskapitän Ali'i Mitchell, der bei der 2:5-Niederlage gegen die Amerikanischen Jungferninseln zwei Tore erzielte, sagte, die Möglichkeit, an der FIFA-Series teilzunehmen, sei für die Spieler von entscheidender Bedeutung gewesen.
„Diese Spiele der FIFA-Series sind für Amerikanisch-Samoa extrem wichtig, weil sie es uns ermöglichen, gegen hochkarätige Spieler außerhalb der OFC (Ozeanische Fussballkonföderation) anzutreten. Und da wir aus einem kleinen Inselstaat kommen, sehen wir nicht so viele Spiele auf hohem Niveau. Das ist für die Entwicklung des Fussballs in Amerikanisch-Samoa von entscheidender Bedeutung“, sagte er.
Laut Mitchell dienen die Spiele nicht nur dem Wettkampfgedanken, sondern bieten auch die Gelegenheit, die Sportkultur des Landes zu präsentieren.
„Fussball ist in meiner Heimat Amerikanisch-Samoa mehr als nur ein Spiel. Er steht für Stolz und Zusammenhalt. Fussball bringt die Menschen wirklich zusammen. Sei es bei der Unterstützung der lokalen Ligaspiele zu Hause oder der Nationalmannschaften. Es ist eine Möglichkeit, unsere Kultur auf der internationalen Bühne zu repräsentieren“, so Mitchell weiter.
Über den Platz hinaus spielt das FIFA-Forward-Programm eine grundlegende Rolle für die Entwicklung des Fussballs in Amerikanisch-Samoa.
Gómez hob die Bedeutung dieser Unterstützung hervor: „Ich glaube, dass die finanzielle Unterstützung durch das FIFA-Forward-Programm für die Entwicklung des Fussballs in Amerikanisch-Samoa von entscheidender Bedeutung sind. Schließlich wird ein neues Stadion mit einem Kunstrasenplatz, einer Kapazität von bis zu 10.000 Zuschauern und verbesserten Einrichtungen zur Förderung künftiger Generationen gebaut. Hoffentlich können wir damit zum ersten Mal überhaupt die Qualifikationsspiele zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ins Land holen.“
Während sich die Aufmerksamkeit der Welt bald auf die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ richten wird, ging es für Amerikanisch-Samoa in diesem Jahr darum, zum ersten Mal auf die eigene globale Bühne zu treten. „Letztendlich bietet die FIFA-Series vielen Nationalmannschaften wie der unseren die Chance, hierher zu reisen und gegeneinander zu spielen – etwas, das normalerweise nicht passieren würde, wenn sie sich nicht für eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft qualifizieren“, fügte Gómez abschließend hinzu.